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IHK-Notenrechner: Habe ich bestanden?

Für 21 Ausbildungsberufe, jeweils nach der eigenen Ausbildungsordnung. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Die IHK-Abschlussprüfung ist bestanden, wenn das Gesamtergebnis mindestens 50 von 100 Punkten („ausreichend“) erreicht und die zusätzlichen Bedingungen der jeweiligen Ausbildungsordnung erfüllt sind – etwa ein Mindestergebnis im Arbeitsauftrag oder in zwei von drei schriftlichen Bereichen. Der Notenschlüssel (100 Punkte, § 24 der DIHK-Musterprüfungsordnung) gilt bundesweit; die Gewichtung der Prüfungsbereiche steht je Beruf in der Ausbildungsordnung. Wähle unten deinen Beruf.



IHK-Notenschlüssel: Punkte in Noten

Der IHK-Notenschlüssel (100-Punkte-Schlüssel) gilt bundesweit für alle Zwischen- und Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammern – er stammt aus § 24 der Musterprüfungsordnung des DIHK. Es gibt keine Unterschiede zwischen NRW, Bayern, Hessen oder anderen Bundesländern.

PunkteNoteBezeichnung
100 – 921sehr gut
91 – 812gut
80 – 673befriedigend
66 – 504ausreichend
49 – 305mangelhaft
29 – 06ungenügend

„Bestanden“ heißt in allen Ausbildungsordnungen: mindestens ausreichend, also 50 Punkte – im Gesamtergebnis und in den Bereichen, die die jeweilige Verordnung vorschreibt. „Ungenügend“ (unter 30 Punkten) in einem Bereich führt bei vielen Berufen zum Nichtbestehen, auch wenn der Durchschnitt reicht.


Gewichtung und Bestehensregeln je Beruf

Die Gewichtung der Prüfungsteile und die Bestehensbedingungen stehen in der Ausbildungsordnung des Berufs. Übersicht der Berufe mit Rechner (Bereichsgewichte als Anteil am Gesamtergebnis):

BerufTeil 1 : Teil 2Bereiche Teil 2 / AbschlussprüfungRechtsgrundlage
Industriemechaniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Auftrags- und Funktionsanalyse 12 %; Fertigungstechnik 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndMetAusbV § 27
Zerspanungsmechaniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Auftrags- und Funktionsanalyse 12 %; Fertigungstechnik 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndMetAusbV § 27
Konstruktionsmechaniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Auftrags- und Funktionsanalyse 12 %; Fertigungstechnik 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndMetAusbV § 27
Werkzeugmechaniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Auftrags- und Funktionsanalyse 12 %; Fertigungstechnik 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndMetAusbV § 27
Anlagenmechaniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Auftrags- und Funktionsanalyse 12 %; Fertigungstechnik 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndMetAusbV § 27
Mechatroniker40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Arbeitsplanung 12 %; Funktionsanalyse 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %MechatronikerAusbV § 8
Elektroniker für Betriebstechnik40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Systementwurf 12 %; Funktions- und Systemanalyse 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndElAusbV § 27
Elektroniker für Automatisierungstechnik40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Systementwurf 12 %; Funktions- und Systemanalyse 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndElAusbV § 27
Elektroniker für Geräte und Systeme40 : 60Arbeitsauftrag 30 %; Systementwurf 12 %; Funktions- und Systemanalyse 12 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 6 %IndElAusbV § 27
Maschinen- und AnlagenführerZwischenprüfung zählt nichtPraktischer Prüfungsteil 50 %; Produktionstechnik 25 %; Produktionsplanung 15 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 % (Gewichtung teils IHK-Praxis, siehe Rechnerseite)MaschFüAusbV § 9 Abs. 7
Technischer Produktdesigner30 : 70Arbeitsauftrag 35 %; Entwicklung und Konstruktion 25 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %TPDesign/TSysPlAusbV § 13
Bautechnischer KonstrukteurZwischenprüfung zählt nichtErstellen von Dokumenten für die Entwurfs-, die Genehmigungs- und die Ausführungsplanung 50 %; Anwenden des digitalen Informationsmodells 15 %; Anwenden von Planungs- und Konstruktionsregeln auf Bauwerke und Bauteile 25 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %BautechKonAusbV § 18
Chemikant40 : 60Produktions- oder Verarbeitungsprozess 30 %; Produktionstechnik 15 %; Prozessleittechnik 5 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %ChemikAusbV § 9
Fachinformatiker Anwendungsentwicklung20 : 80Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes 50 %; Planen eines Softwareproduktes 10 %; Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen 10 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %FIAusbV § 16
Fachinformatiker Systemintegration20 : 80Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration 50 %; Konzeption und Administration von IT-Systemen 10 %; Analyse und Entwicklung von Netzwerken 10 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %FIAusbV § 24
Kaufleute für Büromanagement25 : 75Kundenbeziehungsprozesse 30 %; Fachaufgabe in der Wahlqualifikation 35 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %BüroMKfAusbV § 15
Industriekaufleute25 : 75Marketing, Vertrieb, Personalwesen und kaufmännische Steuerung und Kontrolle 35 %; Fachaufgabe im Einsatzgebiet 30 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %IndKflAusbV § 14
Groß- und Außenhandelsmanagement25 : 75Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen 15 %; Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften 30 %; Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Großhandel 20 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %GuAMKflAusbV § 15
Spedition und LogistikdienstleistungZwischenprüfung zählt nichtLeistungserstellung in Spedition und Logistik 25 %; Kaufmännische Steuerung und Kontrolle 25 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 25 %; Fallbezogenes Fachgespräch 25 % (Gewichtung teils IHK-Praxis, siehe Rechnerseite)SpedKfmAusbV § 9 Abs. 5
Fachkraft für LagerlogistikZwischenprüfung zählt nichtPraktische Arbeitsaufgabe 1 25 %; Praktische Arbeitsaufgabe 2 25 %; Prozesse der Lagerlogistik 25 %; Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag 15 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %LWLogAusbV § 14 Abs. 10
FachlageristZwischenprüfung zählt nichtPraktische Arbeitsaufgaben 50 %; Lagerprozesse 20 %; Güterbewegung 20 %; Wirtschafts- und Sozialkunde 10 % (Gewichtung teils IHK-Praxis, siehe Rechnerseite)LWLogAusbV § 10 Abs. 10

Häufige Fragen zu Punkten, Noten und Bestehen

Wie viele Punkte braucht man, um die IHK-Prüfung zu bestehen?

Mindestens 50 von 100 Punkten im Gesamtergebnis („ausreichend“). Dazu kommen die Bedingungen der jeweiligen Ausbildungsordnung: bestimmte Prüfungsbereiche müssen ebenfalls mindestens ausreichend sein, und in keinem Bereich darf eine ungenügende Leistung (unter 30 Punkten) stehen, wenn die Verordnung das ausschließt. Welche Bedingungen gelten, steht je Beruf im Bestehensparagraphen der Ausbildungsordnung; der Rechner wendet genau diese an.

Gilt der IHK-Notenschlüssel in jedem Bundesland?

Ja. Der 100-Punkte-Schlüssel (92–100 sehr gut, 81–91 gut, 67–80 befriedigend, 50–66 ausreichend, 30–49 mangelhaft, 0–29 ungenügend) stammt aus § 24 der Musterprüfungsordnung des DIHK und wird von allen Industrie- und Handelskammern angewendet – in Nordrhein-Westfalen genauso wie in Bayern oder Hessen. Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt es beim Schlüssel nicht.

Kann ich mit den Noten 4, 4 und 5 bestehen?

Das hängt vom Beruf ab. Beispiel industrielle Metallberufe (§ 27 IndMetAusbV): In zwei der drei schriftlichen Bereiche muss mindestens „ausreichend“ (50 Punkte) stehen, im dritten darf keine „ungenügend“ (unter 30) stehen, und das gewichtete Gesamtergebnis der drei schriftlichen Bereiche muss ebenfalls mindestens 50 Punkte betragen. 4, 4, 5 kann also reichen – wenn der Durchschnitt stimmt und der Arbeitsauftrag bestanden ist. Der Rechner zeigt es für deine Punkte genau.

Was ist die mündliche Ergänzungsprüfung und wann bekomme ich sie?

Die mündliche Ergänzungsprüfung ist eine zusätzliche mündliche Prüfung in einem schriftlichen Prüfungsbereich, wenn sie für das Bestehen den Ausschlag geben kann. Du beantragst sie bei der IHK (oder der Prüfungsausschuss setzt sie fest). Das bisherige schriftliche Ergebnis und das mündliche Ergebnis werden in den meisten Ausbildungsordnungen im Verhältnis 2 : 1 gewichtet. Der Rechner zeigt, in welchem Bereich wie viele Punkte mündlich nötig wären.

Wie wird gerundet?

Die Ausbildungsordnungen regeln die Rundung nicht. In der IHK-Praxis (so auch im IHK-Prüfungsrechner) wird auf jeder Stufe – Prüfungsbereich, Teilergebnis, Gesamtergebnis – kaufmännisch auf ganze Punkte gerundet; 49,5 wird zu 50. Der Rechner rechnet genauso. Verbindlich ist immer die Feststellung des Prüfungsausschusses.

Ist das Ergebnis des Rechners verbindlich?

Nein. Der Rechner wendet die Regeln der Ausbildungsordnung an, so wie sie im Gesetzestext stehen, und rundet wie die IHK-Praxis. Verbindlich ist allein das Ergebnis, das der Prüfungsausschuss feststellt und die IHK mitteilt.


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Christoph Höller Gründer, Berufsschullehrer, Autor und IHK-Prüfungsausschuss-Mitglied
IHK-Prüfungsvorbereitung für industrielle Ausbildungsberufe Erfolgsstrategien für AP1 und AP2 Ausbildungsqualität verbessern & Abbrüche senken Digitale Lernplattformen & E-Learning Ausbilder mit digitalen Tools entlasten
Education: RWTH Aachen University, TH Köln, Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen

Christoph Höller ist Experte im Bereich duale Ausbildung. Als ehemaliger Auszubildender mit Auszeichnungen, Ingenieur mit Ausbilderschein, Berufsschullehrer und IHK-Prüfer kennt er das Ausbildungssystem aus allen Perspektiven.

Er ist Gründer der ErfolgsAzubi® Academy, Autor mehrerer Fachbücher und Initiator der größten kostenlosen Azubi-Community Deutschlands mit über 75.500 aktiven Teilnehmern.

Sein Ziel: Azubis systematisch zum Prüfungserfolg führen – und Betriebe dabei unterstützen, bessere Azubis zu entwickeln, Ausbilder spürbar zu entlasten und Ausbildungskosten nachhaltig zu senken.


Seite zuletzt aktualisiert am 19.09.2026