Spedition und Logistikdienstleistung

Spedition und Logistikdienstleistung Prüfungsaufgaben mit Lösungen: kostenlos üben

Auf einen Blick

Nächster schriftlicher Termin Abschlussprüfung
(Winter 2026/27)
Leistungserstellung in Spedition und Logistik
25 %schriftlich · höchstens 180 Minuten (§ 9)
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
25 %schriftlich · höchstens 90 Minuten (§ 9)
Wirtschafts- und Sozialkunde
25 %schriftlich · höchstens 90 Minuten (§ 9)
Fallbezogenes Fachgespräch
25 %mündlich · höchstens 30 Minuten einschließlich Darstellung der Lösung, Vorbereitung höchstens 20 Minuten (§ 9)
Bezug der Prozente
Anteil am Gesamtergebnis der Abschlussprüfung
Bestanden, wenn
  • Gesamtergebnis mindestens ausreichend (50 Punkte)
  • Prüfungsbereich Leistungserstellung in Spedition und Logistik mindestens ausreichend
  • In mindestens drei der vier Prüfungsbereiche mindestens ausreichend
  • In keinem Prüfungsbereich ungenügend (unter 30 Punkten)

Prüfungsregeln: Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung/zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung (§ 8, § 9, § 9 Abs. 5) · Termine: IHK-AkA (Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen) (ohne Gewähr; verbindlich ist die Einladung deiner IHK)

So arbeitest du mit den Aufgaben

Wir haben jede Aufgabe selbst entworfen, keine stammt aus einer AkA-Prüfung. Die Themen kommen aus dem Rahmenlehrplan: Frachtaufträge, Luftfracht, Export und Erfolgsrechnung.

Rechne jede Aufgabe zuerst selbst, mit Taschenrechner. Schreib zu jeder Zahl die Einheit. So kann der Prüfungsausschuss deinen Weg nachvollziehen.

Leistungserstellung

Aufgabe 1: Fracht nach Gewicht (Lernfeld 4)

Eine Sendung wiegt 2,4 t. Euer Haustarif für diese Entfernung beträgt 8,50 Euro je 100 kg. Wie hoch ist die Fracht?

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Lösungsweg: 2,4 t = 2400 kg = 24 × 100 kg. Fracht = 24 × 8,50 € = 204,00 €. Umsatzsteuer und Zuschläge kommen bei Bedarf noch dazu.

Mehr solche Aufgaben: kostenlose Prüfungssimulation

Aufgabe 2: Frachtpflichtiges Gewicht in der Luftfracht (Lernfeld 6)

Ein Packstück misst 120 cm × 80 cm × 100 cm und wiegt 95 kg. Die Airline rechnet 6000 cm³ als 1 kg Volumengewicht. Nach welchem Gewicht wird abgerechnet?

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Lösungsweg:

  • Volumen: 120 × 80 × 100 = 960.000 cm³
  • Volumengewicht: 960.000 ÷ 6000 = 160 kg
  • Abgerechnet wird der höhere Wert: 160 kg

Leichte, sperrige Güter zahlen also nach Platz, nicht nach Gewicht.

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Aufgabe 3: Lademeter auf dem Sattelauflieger (Lernfeld 5)

Eine Euro-Palette belegt bei üblicher Beladung 0,4 Lademeter. Ihr ladet 12 Paletten. Wie viele Lademeter sind belegt? Wie viel bleibt auf 13,6 m Ladefläche frei?

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Lösungsweg: 12 × 0,4 lm = 4,8 lm. Frei bleiben 13,6 lm − 4,8 lm = 8,8 lm für weitere Sendungen.

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Außenhandel und Steuerung

Aufgabe 4: Lieferbedingung EXW (gebundene Aufgabe, Lernfeld 10)

Ein Exporteur verkauft „EXW Werk Nürnberg“ nach den Incoterms. Wer trägt die Kosten ab dem Werkstor?

  1. Der Verkäufer bis zum Bestimmungshafen
  2. Der Käufer, ab Bereitstellung im Werk
  3. Der Verkäufer bis zur Verzollung im Ausland
  4. Beide je zur Hälfte
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Lösung: 2. Bei „Ab Werk“ stellt der Verkäufer die Ware nur bereit. Verladen, Transport und Risiko trägt der Käufer ab diesem Punkt.

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Aufgabe 5: Gewinnschwelle im Sammelgutverkehr (Lernfeld 7)

Eine Relation bringt je Sendung 380 Euro Erlös. Die variablen Kosten betragen 290 Euro je Sendung. Die fixen Kosten der Relation liegen bei 27.000 Euro im Monat. Ab wie vielen Sendungen arbeitet sie ohne Verlust?

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Lösungsweg: Deckungsbeitrag je Sendung: 380 € − 290 € = 90 €. Gewinnschwelle: 27.000 € ÷ 90 € = 300 Sendungen im Monat.

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Weiter üben mit Zeit und Note

Gebundene Aufgaben zur kaufmännischen Steuerung und zu WiSo übst du in der Prüfungssimulation Spedition und Logistikdienstleistung. Sie läuft mit Zeitlimit und Note und kostet nichts. Wie die vier Bereiche zusammen zählen, rechnet der Notenrechner Spedition für dich aus.

Lernplan mit Aufgaben

  1. Zuerst: Frachtberechnung in allen Verkehrsträgern, jeden Tag eine Aufgabe.
  2. Dann: Incoterms und Zollabläufe mit je einem Beispiel aus deinem Betrieb.
  3. Danach: Deckungsbeitrag, Kalkulation und Buchungen.
  4. Zum Schluss: WiSo und eine Simulation unter Zeit.

Bleibt ein Thema trotz Übung unklar, etwa Zoll oder Haftung, such dir Unterstützung. Die Seite Nachhilfe Spedition zeigt die Möglichkeiten.

Prüfungsvorbereitung Spedition und Logistikdienstleistung

Ein paar Prüfungstage entscheiden über die Note in deinem IHK-Zeugnis – und darüber, ob du ein Jahr dranhängst. Üb die Prüfung deshalb vorher, im Format, in dem sie kommt.

Für Spedition und Logistikdienstleistung gibt es derzeit keinen ErfolgsAzubi-Kurs. Was es gibt: alle Termine mit Erinnerung, der Notenrechner nach deiner Ausbildungsordnung und die Hinweise zur Prüfungsangst.

Häufige Fragen: Prüfungsaufgaben – Spedition und Logistikdienstleistung

Gibt es alte Prüfungen für Speditionskaufleute als PDF?

Nicht als freien Download, die Sätze der AkA sind geschützt. Ein alter Satz zeigt ohnehin nur, was einmal gefragt war. Ob du es kannst, merkst du an neuen Aufgaben. Die stehen hier mit Lösungsweg. Mehr gebundene Aufgaben findest du in der kostenlosen Simulation.

Was ist bei Speditionskaufleuten die Theorie?

Die drei schriftlichen Bereiche der Abschlussprüfung: Leistungserstellung in Spedition und Logistik, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (§ 9 SpedKfmAusbV). Das fallbezogene Fachgespräch ist mündlich.

Wie lange dauert die schriftliche Abschlussprüfung?

Leistungserstellung in Spedition und Logistik dauert höchstens 180 Minuten, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle höchstens 90 Minuten (§ 9 SpedKfmAusbV). Für WiSo nennt die Verordnung höchstens 90 Minuten, die AkA setzt 60 an.

Welche Aufgabenarten gibt es?

Leistungserstellung prüft die AkA mit ungebundenen Aufgaben. Kaufmännische Steuerung und WiSo haben gebundene und ungebundene Aufgaben. Gebunden heißt: Du wählst aus vorgegebenen Antworten.

Wie stark zählt jeder Bereich?

Die Verordnung nennt keine Gewichtung (§ 9 SpedKfmAusbV). Der Prüfungsrechner der IHK Pfalz zählt alle vier Bereiche gleich, je 25 Prozent. Wie deine IHK rechnet, erfährst du dort.

Wann habe ich bestanden?

Mit mindestens 50 von 100 Punkten im Gesamtergebnis und in drei der vier Bereiche. Leistungserstellung in Spedition und Logistik muss einer dieser drei sein. Unter 30 Punkten darf kein Bereich liegen (§ 9 Abs. 5).

Wann ist der nächste Termin?

Die schriftliche Abschlussprüfung ist am 24.11.2026. Das Fachgespräch legt deine IHK auf einen eigenen Tag.

Quellen dieser Seite: SpedKfmAusbV vom 26.07.2004 in der geltenden Fassung, §§ 8, 9 (gesetze-im-internet.de) · IHK-AkA, Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung: Fächer und Zeiten, Stand 01.06.2025 · KMK-Rahmenlehrplan Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung · IHK-AkA, Veröffentlichungen (ihk-aka.de)

Prüfungsregeln: Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung/zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung (vom 26. Juli 2004, geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 25. Mai 2009 (BGBl. I S. 1165)), gelesen am 17.09.2026 · Alle Ordnungsmittel: Berufsprofil Spedition und Logistikdienstleistung beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) · Seite zuletzt aktualisiert am 20.10.2026

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Christoph Gründer, Berufsschullehrer, Autor und IHK-Prüfungsausschuss-Mitglied
IHK-Prüfungsvorbereitung für industrielle Ausbildungsberufe Erfolgsstrategien für AP1 und AP2 Ausbildungsqualität verbessern & Abbrüche senken Digitale Lernplattformen & E-Learning Ausbilder mit digitalen Tools entlasten
Education: RWTH Aachen University, TH Köln, Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen

Christoph Höller ist Experte im Bereich duale Ausbildung. Als ehemaliger Auszubildender mit Auszeichnungen, Ingenieur mit Ausbilderschein, Berufsschullehrer und IHK-Prüfer kennt er das Ausbildungssystem aus allen Perspektiven.

Er ist Gründer der ErfolgsAzubi® Academy, Autor mehrerer Fachbücher und Initiator der größten kostenlosen Azubi-Community Deutschlands mit über 75.500 aktiven Teilnehmern.

Sein Ziel: Azubis systematisch zum Prüfungserfolg führen – und Betriebe dabei unterstützen, bessere Azubis zu entwickeln, Ausbilder spürbar zu entlasten und Ausbildungskosten nachhaltig zu senken.