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Report oder Aufgabe? Entscheidungshilfe für das fallbezogene Fachgespräch

Für Kaufleute für Büromanagement und Groß- und Außenhandelsmanagement: beide Varianten im Vergleich, wer wählt, und acht Fragen für deine Entscheidung.

Das fallbezogene Fachgespräch lässt sich auf zwei Wegen vorbereiten: mit Reporten über Fachaufgaben aus deinem Betrieb oder mit einer Aufgabe, die der Prüfungsausschuss stellt. Die Variante teilt der Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung mit. Wähle unten deinen Beruf.

  • Report-Variante: eigene Fachaufgaben, vorher eingereicht, das Gespräch geht von deinem Report aus
  • Aufgaben-Variante: der Prüfungsausschuss stellt die Aufgabe, Vorbereitung im Prüfungsraum
  • Beide Varianten zählen gleich viel

Für Kaufleute für Büromanagement

Der Prüfungsbereich Fachaufgabe in der Wahlqualifikation zählt 35 % des Gesamtergebnisses und ist ein fallbezogenes Fachgespräch von 20 Minuten. Für die Vorbereitung gibt es zwei Varianten: Reporte über Fachaufgaben aus deinem Betrieb oder eine Aufgabe, die dir der Prüfungsausschuss am Prüfungstag stellt. Bewertet wird in beiden Fällen nur das Gespräch selbst; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung zur Prüfung (§ 13 BüroMKfAusbV 2025).

Report-VarianteAufgaben-Variante
Grund­lagezwei Reporte, je bis 3 Seiten aus deinem Betriebeine von zwei Aufgaben des Ausschusses
Vorher bekanntja, deine eigene Fachaufgabenein
Vorbe­reitung im Raumkeine, du beginnst mit Aufgabe und Lösungsweg20 Minuten
Bewer­tet wirdnur das Gespräch, der Report nichtnur das Gespräch
Wer wähltder Betrieb, mit der Anmeldungder Betrieb, mit der Anmeldung
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus Verordnung und IHK-Praxis
Was du vorher tust
Report-Variante: Du bearbeitest im Betrieb eigenständig je Wahlqualifikation ein Report, höchstens drei Seiten. Grundlage sind deine beiden Wahlqualifikationen aus dem Ausbildungsvertrag. Dein Betrieb bestätigt, dass du die Fachaufgaben selbst durchgeführt hast.
Aufgaben-Variante: Nichts Schriftliches. Du kennst die Gebiete und übst, einen Lösungsweg schnell zu strukturieren.
Abgabe
Report-Variante: Spätestens am ersten Tag von Teil 2 an den Prüfungsausschuss. Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel setzt einen eigenen Abgabetermin einige Wochen vor der schriftlichen Prüfung und nimmt die Reporte digital als PDF im Azubi-Infocenter an; ohne Reporte gilt der Bereich dort als ungenügend.
Aufgaben-Variante: Entfällt.
Ablauf im Raum
Report-Variante: Der Ausschuss wählt eine deiner beiden Fachaufgaben aus. Du stellst Aufgabe und Lösungsweg dar, dann kommen Fragen zu Alternativen, Zahlen und Hintergründen.
Aufgaben-Variante: Du bekommst eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben zu einer deiner Wahlqualifikationen, die dir der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt, wählst eine, bearbeitest sie in der Vorbereitungszeit (20 Minuten Vorbereitungszeit im Prüfungsraum) und stellst deinen Lösungsweg dar; dann kommen Fragen.
Formalia
Report-Variante: Beispiel IHK Region Stuttgart: drei Seiten ohne Deckblatt, Arial 11, 1,5-zeilig, Name auf jeder Seite, keine Anlagen. Andere IHKs haben eigene Vorgaben.
Aufgaben-Variante: Keine.
Was der Ausschuss prüft
Report-Variante: Fachwissen an deinem eigenen Fall, Begründungen, was du anders hättest machen können.
Aufgaben-Variante: Struktur des Lösungswegs, Fachwissen zum Gebiet, Übertragen auf den Fall unter Zeitdruck.
Wer wählt?
Der Ausbildungsbetrieb teilt die Variante mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 13 BüroMKfAusbV 2025). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.

Quelle: § 13 BüroMKfAusbV 2025; als Beispiel die Hinweise der IHK Region Stuttgart zum fallbezogenen Fachgespräch (Stand August 2026). Deine IHK regelt Abgabe und Formalia selbst.

Entscheidungshilfe: Report oder Aufgabe, was passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)

Fragen aus der Verordnung (§ 13 BüroMKfAusbV 2025) und den Hinweisen der IHK Region Stuttgart, die hier als Beispiel steht. Die Variante wählt der Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung; das Ergebnis ist ein Gesprächsvorschlag.

  1. Hast du in deine beiden Wahlqualifikationen aus dem Ausbildungsvertrag je eine echte, abgeschlossene Fachaufgabe, die du eigenständig bearbeitet hast und über die du drei Seiten schreiben kannst?

  2. Schreibst du gern und strukturiert: Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis, auf drei Seiten?

  3. Kannst du über deine eigene Arbeit frei sprechen und Rückfragen beantworten, warum du so entschieden hast und was die Alternative gewesen wäre?

  4. Hat dein Ausbilder Zeit, die Reporte gegenzulesen und die Eigenständigkeit zu bestätigen?

  5. Willst du vorher wissen, worüber gesprochen wird, statt am Prüfungstag eine unbekannte Aufgabe zu bekommen?

  6. Bist du gut darin, eine unbekannte Aufgabe in 20 Minuten zu durchdenken und einen Lösungsweg zu skizzieren?

  7. Fällt es dir leichter, spontan zu einem Fall zu reden, als vorher etwas aufzuschreiben?

  8. Hast du in der Ausbildung eher breit gelernt als tief in zwei Themen gearbeitet?

Beantworte alle 8 Fragen – das Ergebnis erscheint hier, ohne Anmeldung.

Häufige Fragen

Wird der Report benotet?

Nein. Bewertet werden nur die Leistungen im fallbezogenen Fachgespräch (§ 13 BüroMKfAusbV 2025). Der Report ist die Grundlage, über die gesprochen wird. Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt der Bereich allerdings als ungenügend, wenn die Report-Variante gewählt wurde und keine Reporte eingereicht sind.

Wer wählt zwischen Report-Variante und Aufgaben-Variante?

Der Ausbildungsbetrieb. Er teilt der IHK die Variante mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 13 BüroMKfAusbV 2025). Sprich das Ergebnis der Entscheidungshilfe vorher mit deinem Ausbilder durch.

Wie lang darf ein Report sein und bis wann muss er abgegeben sein?

Höchstens drei Seiten je Report. Die Reporte müssen dem Prüfungsausschuss spätestens am ersten Tag von Teil 2 vorliegen; die IHK Region Stuttgart zum Beispiel setzt einen eigenen Abgabetermin einige Wochen vor der schriftlichen Prüfung und nimmt die Reporte als PDF im Azubi-Infocenter an, mit Formalia: drei Seiten, Arial 11, 1,5-zeilig, keine Anlagen.

Wie läuft die Aufgaben-Variante ab?

Du bekommst eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben zu einer deiner Wahlqualifikationen, die dir der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt, wählst eine aus und hast 20 Minuten Vorbereitungszeit im Prüfungsraum. Danach stellst du deinen Lösungsweg dar und beantwortest Fragen; das Gespräch dauert 20 Minuten.

Zur Berufsseite Kaufleute für Büromanagement: Termine, Aufbau, Bestehensregeln

Für Groß- und Außenhandelsmanagement

Der Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe zählt 20 % des Gesamtergebnisses und ist ein fallbezogenes Fachgespräch von 30 Minuten. Für die Vorbereitung gibt es zwei Varianten: Reporte über Fachaufgaben aus deinem Betrieb oder eine Aufgabe, die dir der Prüfungsausschuss am Prüfungstag stellt. Bewertet wird in beiden Fällen nur das Gespräch selbst; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung zur Prüfung (§ 13 GuAMKflAusbV 2020).

Report-VarianteAufgaben-Variante
Grund­lagezwei Reporte, je bis 3 Seiten aus deinem Betriebeine von zwei Aufgaben des Ausschusses
Vorher bekanntja, deine eigene Fachaufgabenein
Vorbe­reitung im Raumkeine, du beginnst mit Aufgabe und Lösungsweg15 Minuten
Bewer­tet wirdnur das Gespräch, der Report nichtnur das Gespräch
Wer wähltder Betrieb, mit der Anmeldungder Betrieb, mit der Anmeldung
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus Verordnung und IHK-Praxis
Was du vorher tust
Report-Variante: Du bearbeitest im Betrieb eigenständig zwei Reporte zu Fachaufgaben aus zwei Gebieten, je höchstens drei Seiten. Grundlage sind Verkauf und Distribution, Warensortiment und Marketing, Einkauf und Beschaffungslogistik. Dein Betrieb bestätigt, dass du die Fachaufgaben selbst durchgeführt hast.
Aufgaben-Variante: Nichts Schriftliches. Du kennst die Gebiete und übst, einen Lösungsweg schnell zu strukturieren.
Abgabe
Report-Variante: Spätestens am ersten Tag von Teil 2 an den Prüfungsausschuss. Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel setzt einen eigenen Abgabetermin einige Wochen vor der schriftlichen Prüfung und nimmt die Reporte digital als PDF im Azubi-Infocenter an; ohne Reporte gilt der Bereich dort als ungenügend.
Aufgaben-Variante: Entfällt.
Ablauf im Raum
Report-Variante: Der Ausschuss wählt eine deiner beiden Fachaufgaben aus. Du stellst Aufgabe und Lösungsweg dar, dann kommen Fragen zu Alternativen, Zahlen und Hintergründen.
Aufgaben-Variante: Du bekommst eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben aus zwei verschiedenen Gebieten, die dir der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt, wählst eine, bearbeitest sie in der Vorbereitungszeit (15 Minuten Bearbeitungszeit unmittelbar vor dem Gespräch) und stellst deinen Lösungsweg dar; dann kommen Fragen.
Formalia
Report-Variante: Beispiel IHK Region Stuttgart: drei Seiten ohne Deckblatt, Arial 11, 1,5-zeilig, Name auf jeder Seite, keine Anlagen. Andere IHKs haben eigene Vorgaben.
Aufgaben-Variante: Keine.
Was der Ausschuss prüft
Report-Variante: Fachwissen an deinem eigenen Fall, Begründungen, was du anders hättest machen können.
Aufgaben-Variante: Struktur des Lösungswegs, Fachwissen zum Gebiet, Übertragen auf den Fall unter Zeitdruck.
Wer wählt?
Der Ausbildungsbetrieb teilt die Variante mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 13 GuAMKflAusbV 2020). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.

Quelle: § 13 GuAMKflAusbV 2020; als Beispiel die Hinweise der IHK Region Stuttgart zum fallbezogenen Fachgespräch (Stand August 2026). Deine IHK regelt Abgabe und Formalia selbst.

Entscheidungshilfe: Report oder Aufgabe, was passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)

Fragen aus der Verordnung (§ 13 GuAMKflAusbV 2020) und den Hinweisen der IHK Region Stuttgart, die hier als Beispiel steht. Die Variante wählt der Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung; das Ergebnis ist ein Gesprächsvorschlag.

  1. Hast du in Verkauf und Distribution, Warensortiment und Marketing, Einkauf und Beschaffungslogistik je eine echte, abgeschlossene Fachaufgabe, die du eigenständig bearbeitet hast und über die du drei Seiten schreiben kannst?

  2. Schreibst du gern und strukturiert: Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis, auf drei Seiten?

  3. Kannst du über deine eigene Arbeit frei sprechen und Rückfragen beantworten, warum du so entschieden hast und was die Alternative gewesen wäre?

  4. Hat dein Ausbilder Zeit, die Reporte gegenzulesen und die Eigenständigkeit zu bestätigen?

  5. Willst du vorher wissen, worüber gesprochen wird, statt am Prüfungstag eine unbekannte Aufgabe zu bekommen?

  6. Bist du gut darin, eine unbekannte Aufgabe in 15 Minuten zu durchdenken und einen Lösungsweg zu skizzieren?

  7. Fällt es dir leichter, spontan zu einem Fall zu reden, als vorher etwas aufzuschreiben?

  8. Hast du in der Ausbildung eher breit gelernt als tief in zwei Themen gearbeitet?

Beantworte alle 8 Fragen – das Ergebnis erscheint hier, ohne Anmeldung.

Häufige Fragen

Wird der Report benotet?

Nein. Bewertet werden nur die Leistungen im fallbezogenen Fachgespräch (§ 13 GuAMKflAusbV 2020). Der Report ist die Grundlage, über die gesprochen wird. Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt der Bereich allerdings als ungenügend, wenn die Report-Variante gewählt wurde und keine Reporte eingereicht sind.

Wer wählt zwischen Report-Variante und Aufgaben-Variante?

Der Ausbildungsbetrieb. Er teilt der IHK die Variante mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 13 GuAMKflAusbV 2020). Sprich das Ergebnis der Entscheidungshilfe vorher mit deinem Ausbilder durch.

Wie lang darf ein Report sein und bis wann muss er abgegeben sein?

Höchstens drei Seiten je Report. Die Reporte müssen dem Prüfungsausschuss spätestens am ersten Tag von Teil 2 vorliegen; die IHK Region Stuttgart zum Beispiel setzt einen eigenen Abgabetermin einige Wochen vor der schriftlichen Prüfung und nimmt die Reporte als PDF im Azubi-Infocenter an, mit Formalia: drei Seiten, Arial 11, 1,5-zeilig, keine Anlagen.

Wie läuft die Aufgaben-Variante ab?

Du bekommst eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben aus zwei verschiedenen Gebieten, die dir der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt, wählst eine aus und hast 15 Minuten Bearbeitungszeit unmittelbar vor dem Gespräch. Danach stellst du deinen Lösungsweg dar und beantwortest Fragen; das Gespräch dauert 30 Minuten.

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Christoph Höller Gründer, Berufsschullehrer, Autor und IHK-Prüfungsausschuss-Mitglied
IHK-Prüfungsvorbereitung für industrielle Ausbildungsberufe Erfolgsstrategien für AP1 und AP2 Ausbildungsqualität verbessern & Abbrüche senken Digitale Lernplattformen & E-Learning Ausbilder mit digitalen Tools entlasten
Education: RWTH Aachen University, TH Köln, Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen

Christoph Höller ist Experte im Bereich duale Ausbildung. Als ehemaliger Auszubildender mit Auszeichnungen, Ingenieur mit Ausbilderschein, Berufsschullehrer und IHK-Prüfer kennt er das Ausbildungssystem aus allen Perspektiven.

Er ist Gründer der ErfolgsAzubi® Academy, Autor mehrerer Fachbücher und Initiator der größten kostenlosen Azubi-Community Deutschlands mit über 75.500 aktiven Teilnehmern.

Sein Ziel: Azubis systematisch zum Prüfungserfolg führen – und Betriebe dabei unterstützen, bessere Azubis zu entwickeln, Ausbilder spürbar zu entlasten und Ausbildungskosten nachhaltig zu senken.


Seite zuletzt aktualisiert am 19.09.2026