Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag der industriellen Metall- und Elektroberufe und bei Mechatronikern gibt es zwei Varianten: den betrieblichen Auftrag aus deinem Betrieb oder die bundeseinheitliche praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden dieselben Qualifikationen; die Variante wählt der Ausbildungsbetrieb und teilt sie mit der Anmeldung mit. Wähle unten deinen Beruf – die Zeiten unterscheiden sich je Verordnung.
- Betrieblicher Auftrag: echter Auftrag aus dem Betrieb, Antrag vor Beginn Pflicht, Fachgespräch danach
- PAL-Aufgabe: die Aufgabe kommt fertig, sechs Stunden Durchführung unter Beobachtung, begleitendes Fachgespräch
- Keine Variante bringt automatisch die bessere Note
Für Industriemechaniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 14 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 14 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 14 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 14 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 14 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Industriemechaniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Zerspanungsmechaniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 26 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 15 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 15 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 26 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 26 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 15 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 26 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 26 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Zerspanungsmechaniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Konstruktionsmechaniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 18 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 18 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 18 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 18 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 18 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Konstruktionsmechaniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Werkzeugmechaniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 22 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 22 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 22 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 22 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 22 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Werkzeugmechaniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Anlagenmechaniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 10 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 10 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 10 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 10 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 10 Abs. 4 und 5 IndMetAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Anlagenmechaniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Mechatroniker
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (30 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 7 MechatronikerAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 20 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 20 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 7 MechatronikerAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 7 MechatronikerAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 20 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 7 MechatronikerAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 7 MechatronikerAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Mechatroniker: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Elektroniker für Betriebstechnik
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 14 IndElAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 14 IndElAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 14 IndElAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 14 IndElAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 14 IndElAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
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Für Elektroniker für Automatisierungstechnik
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 18 IndElAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 18 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 18 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 18 IndElAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 18 IndElAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 18 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 18 IndElAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 18 IndElAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Elektroniker für Automatisierungstechnik: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Für Elektroniker für Geräte und Systeme
Im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag (50 % von Teil 2) gibt es zwei Wege: Variante 1, der betriebliche Auftrag aus deinem Betrieb, oder Variante 2, die praktische Arbeitsaufgabe der PAL. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben Qualifikationen; die Variante wählt dein Ausbildungsbetrieb mit der Anmeldung (§ 22 IndElAusbV). Die Tabelle zeigt, was sich unterscheidet, die Entscheidungshilfe darunter, was zu dir passt.
| Betrieblicher Auftrag | PAL-Aufgabe | |
|---|---|---|
| Aufgabe | echter Auftrag aus deinem Betrieb | bundeseinheitlich von der PAL |
| Zeit | 20 Stunden inkl. Unterlagen | 14 Stunden, davon 6 Durchführung |
| Fachgespräch | bis 30 Minuten, danach | bis 20 Minuten, begleitend |
| Genehmigung | Antrag vor Beginn, Pflicht | keine nötig |
| Wer wählt | der Ausbildungsbetrieb | der Ausbildungsbetrieb |
Vergleich im Detail: sechs Punkte aus der Verordnung
- Wer stellt die Aufgabe?
- Betrieblicher Auftrag: Dein Betrieb: ein echter Kundenauftrag, den der Prüfungsausschuss vorher genehmigt.
PAL-Aufgabe: Die PAL bundeseinheitlich; dein Betrieb baut nach Bereitstellungsliste auf. - Zeit
- Betrieblicher Auftrag: 20 Stunden für Durchführung und praxisbezogene Unterlagen.
PAL-Aufgabe: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen, Nachbereiten und Unterlagen, davon 6 Stunden Durchführung. - Fachgespräch
- Betrieblicher Auftrag: Bis zu 30 Minuten nach dem Auftrag; Grundlage sind deine Unterlagen.
PAL-Aufgabe: Bis zu 20 Minuten begleitend während der Durchführung. - Genehmigung
- Betrieblicher Auftrag: Pflicht: Aufgabenstellung und Zeitraum vor Beginn beim Prüfungsausschuss einreichen. Zu spät ohne wichtigen Grund heißt zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart „nicht bestanden“; deine IHK nennt ihre Frist im Azubi-Portal.
PAL-Aufgabe: Keine, die Aufgabe kommt fertig. - Bewertet wird
- Betrieblicher Auftrag: Die prozessrelevanten Qualifikationen aus Unterlagen und Fachgespräch: Information, Planung, Durchführung, Kontrolle.
PAL-Aufgabe: Beobachtung der Durchführung, aufgabenspezifische Unterlagen und Fachgespräch. - Wer wählt?
- Der Ausbildungsbetrieb, Mitteilung mit der Prüfungsanmeldung (§ 22 IndElAusbV). Du entscheidest mit, nicht allein. Gilt für beide Varianten.
Quelle: § 22 IndElAusbV; als Beispiel für das Verfahren die IHK Region Stuttgart (Antrag digital im Azubi-Infocenter, Phasen Information 10–20 %, Planung 20–30 %, Durchführung und Kontrolle je 20–40 %, praxisbezogene Unterlagen höchstens drei Seiten plus mindestens eine Seite je Phase, PDF bis 18 MB, KI-Nutzung offenlegen; Stand August 2026). Deine IHK regelt Portal und Fristen selbst.
Entscheidungshilfe: Welche Variante passt zu mir? (8 Fragen, 2 Minuten)
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen betrieblichem Auftrag und PAL-Prüfung?
Beim betrieblichen Auftrag (Variante 1) führst du in 20 Stunden einen echten Auftrag deines Betriebs durch, dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen und führst danach ein Fachgespräch von höchstens 30 Minuten. Bei der praktischen Arbeitsaufgabe (Variante 2) bekommst du eine bundeseinheitliche Aufgabe der PAL: 14 Stunden für Vorbereiten, Durchführen und Nachbereiten, davon sechs Stunden Durchführung, mit einem begleitenden Fachgespräch von höchstens 20 Minuten. Bewertet werden in beiden Fällen dieselben prozessrelevanten Qualifikationen (§ 22 IndElAusbV).
Wer entscheidet, ob ich den betrieblichen Auftrag oder die PAL-Aufgabe mache?
Der Ausbildungsbetrieb. Er wählt die Prüfungsvariante und teilt sie dir und der IHK mit der Anmeldung zur Prüfung mit (§ 22 IndElAusbV). Du entscheidest also nicht allein – aber du kannst die Wahl vorbereiten: mit einem konkreten Auftragsvorschlag oder mit dem Hinweis, dass Werkstatt und Material für die PAL-Aufgabe da sind. Die Entscheidungshilfe oben liefert dir die Argumente.
Was passiert, wenn der Antrag zum betrieblichen Auftrag zu spät kommt?
Zum Beispiel bei der IHK Region Stuttgart gilt die Prüfung dann als nicht bestanden, wenn kein wichtiger Grund vorliegt; mit ärztlichem Attest kannst du zum nächsten Termin nachholen, Nachholtermine gibt es nicht. Der Antrag mit Aufgabenstellung und Zeitplanung muss vor Beginn des Auftrags vom Prüfungsausschuss genehmigt sein – ohne Genehmigung darfst du nicht anfangen. Andere IHKs regeln die Frist eigenständig; sie steht in deinem Azubi-Portal.
Wie ist der betriebliche Auftrag aufgebaut?
In vier Phasen, die auch die Bewertung gliedern: Information (Auftrag klären, Informationen beschaffen), Planung (Ablauf, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Planungsunterlagen), Durchführung (Auftrag ausführen, Qualität sichern, Fehler beheben) und Kontrolle (prüfen, dokumentieren, übergeben, Abnahmeprotokoll). Die IHK Region Stuttgart zum Beispiel empfiehlt als Zeitanteile 10–20, 20–30, 20–40 und 20–40 Prozent und verlangt in den Unterlagen mindestens eine Seite je Phase, insgesamt höchstens drei Seiten Beschreibung plus Anlagen.
Welche Variante bringt die bessere Note?
Keine von beiden automatisch. Beide werden mit demselben Maßstab bewertet – Information, Planung, Durchführung, Kontrolle – und zählen gleich viel. Die bessere Note bringt die Variante, die zu deinem Betrieb und zu dir passt: ein echter, gut dokumentierter Auftrag mit sicherem Fachgespräch, oder eine sauber unter Zeitdruck durchgeführte PAL-Aufgabe. Gerade das Fachgespräch entscheidet oft mehr als das Werkstück.
Zur Berufsseite Elektroniker für Geräte und Systeme: Termine, Aufbau, Bestehensregeln
Seite zuletzt aktualisiert am 19.09.2026